:how to :arbeiten hinter'm proxy

Als bei mir im Geschäft ein neuer Proxyserver eingerichtet wurde, hatte ich mich erst noch gefreut, nun endlich auch fremde ftp-Server zugreifen zu können...doch stattdessen musste ich feststellen, dass bald überhaupt nichts mehr was mit Internet zu tun hatte, bei mir funktionierte.
Nach etwas Recherche kam ich dahinter, dass der neue Proxy eine neue Authentifizierungsmethode namens "NTFL" einsetzte, die da es sich um einen Microsoft Proxy handelt erstmal nur Windows-Software umsetzen kann. Da ich es allerdings nicht einsah, wegen jedem Internetzugriff an so einen blöden PC zu rennen, musste eine andere Lösung her.

Eine Ursache - sollte das mit der Verbindung über den Proxy zum Internet nicht (mehr) klappen - wäre, dass der Proxy darauf besteht, dass der Domainname neben Benutzername und Passwort auch noch mit übertragen wird.
Nehmen wir an, der Proxy hat die Domäne "intraproxy", wir haben den Benutzernamen "mircoweb" uns das Passwort "mircopass" erhalten, um den Proxy benutzen zu können, versuchen wir einmal, uns wie folgt in der Systemeinstellung "Netzwerk" am Proxy anzumelden:

Benutzername: intraproxy\mircoweb
Kennwort: mircopass
(Achtung: Zwischen Domäne und Benutzername ist kein Slash, sondern ein Backslash: 7)



Mit dem vor dem Benutzernamen vorangestellten Domänennamen könnte es in einigen Fällen funktionieren.



Wo dieser Versuch versagt, kann ich nur sagen "Willkommen im Club". Aber aufgeben sollte man trotzdem nicht.
Bei HR Softworks steht eine Systemerweiterung namens Authoxy zum Download bereit.
"Authoxy" ist etwas wie ein "lokaler Proxy", der auf dem eigenen Mac läuft und sich mit dem Proxy der Firma verbindet, wenn der Benutzer auf das Internet zugreifen will. Es ist eine etwas umständliche Lösung, aber sie funktioniert.
Nach dem Download ist der Installer aufzurufen, der eine PreferencePane namens "Authoxy" zu den Systemeinstellungen hinzuinstalliert. In ihr sind nun die Zugangsdaten zum Proxy wie IP und Port einzutragen.



Bei "Authoxy will run on local port" kann man eigentlich eine x-beliebige Portnummer angeben. Man muss sie nur nachher in den Netzwerkeinstellungen wieder zur Hand haben. Gewöhnlicherweise und um nicht in Gefahr zu kommen, irgendeinen Port zu benutzen, den man für andere Dienste noch benötigt, benutzt man die 8080.

Im Reiter "NTLM" lösen wir nun das eigentliche Problem und aktivieren die NTLM Authentication. Dazu ist noch die Domäne des (Firmen-)Proxys einzugeben. Diese erfährt man entweder beim entsprechenden IT-Personal oder entnimmt sie dem InternetExplorer, der NTLM beherrscht. Beim ersten Aufrufen einer Seite sollte ein Dialog kommen, der nach Benutzername und Passwort für den Proxy-Zugriff fragt und auch die Domäne anzeigt.



Nun fehlt noch ein Klick auf "Start Authoxy", um den Dienst zu aktivieren.

Sind die Einstellungen bei "Authoxy" abgeschlossen, muss noch in den Netzwerkeinstellungen etwas zurecht gerückt werden. Das System soll ja nun nicht mehr den Firmenproxy fragen, wenn es in's Internet will, sondern "Authoxy", den lokalen Proxy.
Dazu geben wir in der "Netzwerk"-einstellung unter "Proxies" die Localhost-Adresse 127.0.0.1 und den vorher für "Authoxy" angegebenen Port 8080 jeweils bei "FTP Proxy", "Web Proxy" und "Sicherer Web Proxy" an. Benutzername und Passwort sind nicht nötig.



Am besten sollte man noch bei jedem Benutzer die mitinstallierte Applikation "startAuthoxy" zu den Startobjekten legen, so dass "Authoxy" immer gleich aktiviert wird, wenn man sich einloggt.



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