:how to :ksvcds erstellen

KSVCDs sind eine Möglichkeit, auf einen einzigen CD-Rohling einen ganzen Spielfilm zu bringen und dazu auch noch eine relativ akzeptable Qualität zu erreichen. Außerdem sind KSVCDs auf den meisten gängisten DVD-Playern abspielbar. Es empfiehlt sich, erstmal einen Testfilm auf eine CD-RW zu brennen und zu schauen, wie das Ergebnis auf dem DVD-Player aussieht.
In diesem Zusammenhang ist auch immer wieder von der MVCD zu hören, leider gibt es bis dato noch kein Programm auf dem Macintosh, mit dem man dieses Format erzeugen könnte. Wie man MVCD-Dateien auf eine CD brennt und auf einem DVD-Player abspielen kann, habe ich hier schon beschrieben.
Es sollte noch dazugesagt werden, dass das kopieren von Kauf-DVDs verboten ist. In diesem Artikel soll nicht dazu animiert werden, illegale Dinge zu tun, sondern wie man Homevideos oder mit der TV-Karte aufgezeichnete Sendungen archivieren kann.

Folgende Programme werden im folgenden benutzt:


Kapitel:
  1. Datenberechnung in ffmpex
  2. Erstellen des VCD-Images
  3. Brennen auf Datenträger



Datenberechnung in ffmpeg
Im Folgenden wird die Version 0.0.9 von ffmpegX verwendet. Da dieses Programm noch in der Entwicklung ist und sehr oft neue Versionen erscheinen, kann es sein, dass inzwischen eine neuere Version im Umlauf ist. Ich hoffe, dass sich das Interface nicht all zu sehr verändert hat.
Klicken Sie auf "Öffnen" und wählen Sie die VOB-, MOV-, AVI- oder MPEG-Originaldatei, die auf eine CD gebrannt werden soll und noch einen Speicherot für die fertige Film-Datei.
Unten im Fenster befindet sich ein Aufklappmenü namens "Schnellvorlagen". Wählen Sie daraus den Eintrag "KSVCD".



Nun ist im Bitrate-Rechner noch die Länge des Filmes anzugeben, damit eine optimale Bitrate für das Videomaterial errechnet werden kann. Denn ist die Bitrate zu hoch, passt der Film nicht auf einen Rohling, ist sie zu niedrig, wird die Bildqualität zu schlecht, der Film ggf. auf dem DVD-Player nicht mehr abspielbar.
Die Spielzeit des Filmes kann man am besten über das Programm "VideoLAN Client" (VLC) ermitteln. Er spielt so gut wie jedes Videomaterial ab. Beträgt die Spielzeit nun z.B. 96 Minuten, so sind im Bitratenrechner

96 min. auf
1 CDs mit 80 min mode-1
720 MB

einzutragen.



720 MB ist ein Wert, den ich für mich als optimal ermittelt habe - mit Überbrennen passt immer ein bisschen mehr als 700MB auf einen Rohling. Sicherheitshalber (sollte der eigene CD-Brenner kein Überbrennen ermöglichen) kann man auch 700 MB wählen, um auf der sicheren Seite zu sein.
Die Bitrate-Zahl im ffmpegX-Fenster ist nun rot geworden. Dies bedeutet, dass die Bitrate zu niedrig für eine gute Qualität wäre. Darüber kann man aber hinwegsehen - auf dem Fenseher kommt immer noch alles in guter VHS-Qualität rüber.

Wechseln wir nun in die Audio-Einstellungen.
Eigentlich ist hier bereits alles richtig eingestellt, doch kann man die Lautstärke noch etwas anheben. Es empfiehlt sich ein Werk von 2-3 auszuwählen.



Wechseln wir nun gleich zu "Optionen".
Hier sollte die Option "Mit QuickTime dekodieren" deaktiviert werden.



Bei den Tools ist "Teile in ... chunks" deaktiviert werden, da wir sowieso nur alles auf einen Rohling bekommen wollen.
Je nachdem, ob die ganze Filmberechnung im Terminal angezeigt werden soll (zur besseren Überwachung) oder ob Sie nur einen Statusbalken sehen wollen, kann "Terminalfenster öffnen" aktiviert oder deaktiviert werden.



Klicken Sie nun auf "Start" und machen Sie sich einen schönen Tag - der Enkodierungs-Vorgang kann auch auf einem schnelleren PowerMac einige Stunden in Anspruch nehmen.





Erstellen des VCD-Images

Nun sollten wir 3 Dateien haben, die von ffmpegX erstellt wurden: Eine .mp2-Datei, die die Audiospur enthält, eine .m2v-Datei, die die Videospur enthält und eine .mpg-Datei, die den fertig gemultiplexten Film entält. Die ersten beiden Dateien kann man eigentlich vergessen. Wichtig ist nur die MPEG-Dagei.



Um aus der MPEG-Datei ein Video-CD-Image zu machen, benutze ich immer wieder gerne das Programm "VCD Builder". Es ist einfach zu bedienen, schnell und bietet auch den Vorteil, noch ein Menü anfertigen zu können.
Hier will ich allerdings über die Benutzung von "VCD Builder" nicht weiter eingehen - wenn Sie mehr lesen wollen, empfehle ich den Artikel hier.

Für unsere CD reicht ein Projekt ohne Menü. Erstellen Sie ein neues leeres Projekt im "VCD Builder" und fügen Sie eine eine neue Sequenz hinzu. Nun können Sie die MPEG-Datei aus dem vorherigen Schritt in das kleine Sequenz-Fenster ziehen.



Der untere Statusbalken gibt die Größe des Projektes an. In meinem Beispielfall liegt diese etwas über der einer normalen CD. Da wir die CD aber nachher überbrennen spielt das keine Rolle. Haben Sie vorhin im ffmpegX allerdings bei der Bitrate-Berechnung "700MB" als CD-Größe angegeben, werden Sie nun bei "VCD Builder" noch im grünen Bereich liegen.

Klicken Sie auf "Projekt Einstellungen". Hier können Sie Ihren Namen und und den Namen für die Film-CD eingeben. Es sollten hierbei keine Sonderzeichen und auch kein Leerzeichen verwendet werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass bei "Ausgabe" Bin/Cue-Dateien markiert ist und nicht die "CD-ROM XA Image-Dateien". Letztere könnten Sie erstellen, um die CD nachher mit Toast zu brennen. Sie können auch direkt von "VCD Builder" aus brennen. Ich verwende aber lieber "FireStarter FX" zum brennen der Rohlinge, da er die Funktion "Überbrennen" bietet.



Klicken Sie nun auf "Image erstellen" und nachdem Sie einen Ablageort gewählt haben, werden die zu brennenden Bin/Cue-Dateien erstellt.





Brennen auf Datenträger

Durch den letzten Schritt haben wir zwei Dateien erhalten:



Öffnen Sie nun das Programm "FireStarter FX" und wählen Sie "Image brennen".



Ziehen Sie die beiden Dateien auf das kleine Quadrat über dem "Drag'n'Drop Ziel" steht. Bei erweiterte Einstellungen können Sie noch auswählen, ob die CD nach dem Brennen ausgeworfen werden soll oder im Computer bleiben.
Nach dieser schwerwiegenden Entscheidung können Sie auf "Brennen..." klicken.



Sollte ein Überbrennen notwendig sein (zu sehen an dem roten Balken in "VCD Builder") wählen Sie noch "Überbrennen wenn notwendig". Natürlich können Sie diese Option auch immer wählen - ist ein Überbrennen nicht notwendig, gibt es natürlich auch nichts zu überbrennen ;-)
Sollten Sie den Rohling aber überbrennen, so sollte die Brenngeschwindigkeit aber niedrig gewählt werden. Brennen auf den äußersten Regionen des Rohlings sollte nicht all zu schnell von statten gehen, damit die CD nachher noch lesbar ist. Ich empfehle daher, maximal 4fach zu brennen. Experimente sind natürlich erlaubt.






Und das Ende vom Lied...

Wie erfolgreich Ihr Versuch war, können Sie zuerst mit dem "VideoLAN Client"en ausprobieren. Starten Sie ihn, wählen Sie "Ablage" > "Volume öffnen..."



Klicken Sie auf "VCD" und darauf sollte bei "Gerätename" etwas in der Art "dev/rdisk" erscheinen. Klicken Sie auf "OK" und der Film sollte zu spielen beginnen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er auch auf dem DVD-Player läuft.

Bevor sie gleich einen Rohling verschwenden, empfiehlt es sich, den Film testweise erst auf eine CD-RW zu brennen.


:top :index
film cd kvcd ksvcd mvcd mac os x